Mamei's Blog

31. Oktober 2009

Von Tucson nach Phoenix

Nach 6 Tagen in Tucson haben wir uns heute nach dem Morgenrot (oder etwas später) verabschiedet und sind alles über die Autobahn nach Phoenix gefahren.

Unterwegs haben wir dem Genty (und dem Jeep) eine wohlverdiente Reinigung verpasst. Ein halbes Dutzend Mexikaner haben in einer grossen Halle mit Druckreinigern und langen Bürsten den Genty in kürzester Zeit vom Wüstenstaub etc befreit. Ein anderes halbes Dutzend haben dann ausserhalb alles getrocknet, während wir die Scheiben innen schnell gereinigt hatten. Nun ist alles wieder blitzsauber.

Im Norden von Phoenix haben wir auf dem Desert Sands RV Park Halt gemacht. Wir werden hier drei Nächte bleiben. Der RV Park ist mehr für Dauermieter, aber wir haben einen schönen Platz unter Palmen.

Wir sind hier 1'700 ft tiefer als gestern und es ist wieder sommerlich warm und der Oleander blüht !

Ein paar Föteli von heute gibt es hier.

Pos: 33.68674N     112.11800W    Phoenix, AZ        1'387 ft

30. Oktober 2009

Heute Ruhetag




Wir wünschen allen unseren Lesern "Happy Halloween" und ein schönes Wochenende.

29. Oktober 2009

Arizona Sonora Desert Museum

Heute haben wir einen ganztägigen Ausflug zum Arizona Sonora Desert Museum unternommen. Trotz dem Namen handelt es sich nicht um ein eigentliches Museum, sondern eine gute Kombination von Museum, Zoo, Botanischem Garten und Naturlehrpfaden.

Wir haben uns mehrere Stunden in diesem Park aufgehalten und konnten uns nicht sattsehen an der Vielfalt von Pflanzen und Tieren, Steinen und multimedialen Informationen. Sogar eine Grotte (Tropfsteinhöhle) gibt es hier mit sehr schmalen Gängen. Alle Tiere sind in ihrer natürlichen Umgebung angesiedelt und man fühlt sich überall in freier Natur. Es ist erstaunlich wie viele Arten von verschiedenen Kakteen und Sukkulenten es gibt.

Nebst vielen anderen Tieren haben wir endlich auch unsere Bighorn Sheeps gesehen. Sehr gut gefallen haben uns auch die Kolibri, die wir in ihrer eigenen Volière von innen betrachten konnten. Leider waren sie so schnell, dass es davon keine Föteli gibt.


Langer Rede kurzer Sinn - lassen wir die Föteli sprechen.



Pos: 32.06847N     110.76350W    Tucson, AZ        3'074 ft

28. Oktober 2009

Projekt Frischwassertank-System

Heute morgen haben wir noch ein paar administrative Arbeiten erledigt. Am Mittag mussten wir noch einmal in die Stadt zusätzliche Teile holen.

Am Nachmittag haben wir dann das Projekt Frischwassertank-System in Angriff genommen. Die Temperaturen waren allerdings noch kühler als am Vortag, und es machte gar keinen Spass, draussen zu arbeiten. Trotzdem haben wir gemeinsam als Team das Projetk in ein paar Stunden durchgezogen. Erste Test haben gezeigt, dass bis jetzt alles nach Wunsch funktioniert.

Ein paar Bildli vom RV Park und der Reparatur gibt es hier

Pos: 32.06847N     110.76350W    Tucson, AZ        3'074 ft

27. Oktober 2009

Kleine Genty Reparaturen

Heute ist es bereits wesentlich kühler als gestern und der Wetterbericht hat für morgen noch einmal kälter gemeldet. Heute Nacht haben wir ein Rudel Koyoten gehört, die den Mond angebellt haben.

Wir haben schon seit längerer Zeit keine Reparaturen mehr gemacht. Bekanntlich ist der Genty ja ein RV. Unter eingefleischten Rvern wird die Abkürzung RV auch schon mal als "Repair Vehicle" bezeichnet. Es stimmt schon, mit einem RV hat man das eigene Haus und den ganzen Hausrat dabei und fährt mit 100 Stundenkilometern über die Autobahn oder mit immer noch rechter Geschwindigkeit über zum Teil miserable Strassen. Da geht einfach immer wieder etwas kaputt.

Heute waren also wieder einmal ein paar Reparturen angesagt. Wir sind zuerst nach Tucson gefahren und haben bei mehreren Geschäften Ersatzteile eingekauft. Zurück im RV Park haben wir die verschiedenen Reparaturen ausgeführt. Ein grösseres Projekt ist die Reparatur des Frischwasser-Tank-Systems. Dafür haben wir heute auch Schläuche, Verbindungsstücke und ein Ventil gekauft. Für die Installation reichte die Zeit aber nicht mehr. Am Nachmittag ist starker Wind aufgekommen und ein Arbeiten draussen wurde schwierig. Die nahen Berge konnte man kaum mehr sehen, weil der Sturm sehr viel Staub und Sand aufgewirbelt hat.

Die paar Föteli von heute gibt es hier.

Post:  32.06847N     110.76350W    Tucson, AZ        3'074 ft

26. Oktober 2009

Saguaro National Park

In der Nähe von Tucson gibt es den Saguaro Natl. Park. Dieser Park besteht aus zwei Teilen, einmal östlich und einmal westlich von Tucson. Unser RV Park ist im Südosten von Tucson, der östliche Teil-Park ist nur etwa 10 Meilen von uns entfernt. Diesen Park haben wir heute besucht.

Im Gegensatz zu vielen Nationalparks z.B. in Utah, wo riesige und spektakuläre Felsformationen, Berge und Canyons zu finden sind, gibt es hier einfach eine ruhige, unberührte und ursprüngliche Wüstenlandschaft mit vielen verschiedene Wüstenpflanzen zu betrachten. Ganz speziell sind hier die "Saguaro" Riesenkakteen, die auch eines der Wahrzeichen von Arizona und auf jedem Fahrzeug-Nummernschild abgebildet sind.

Eine Einbahnstrasse von 7 Meilen Länge führt durch diese interessante Landschaft. Da es sich nur um einen relativ kleinen Nationalpark handelt, hat es hier auch nicht viele Fahrzeuge und Besucher. Während im Sommer die Temperaturen hier regelmässig über 100 Grad Fahrenheit (37 Grad Celsius) erreichen, war der Besuch heute von warmem, aber angenehmen Temperaturen begleitet.

Die Kaktus-Föteli gibt es hier.

Pos: 32.06847N     110.76350W    Tucson, AZ        3'074 ft

25. Oktober 2009

AZ-77 nach Tucson, AZ

Wir haben gut geschlafen in unserem Boondocking Plätzli. Die Sonne hat uns bereits um 6 Uhr geweckt. Nach dem Frühstück haben wir uns durch das sehr enge Kuhgatter gezwängt und den Jeep erst nachher angehängt. Durch weiterhin schöne Wald-Landschaften sind wir dann weiter nach Süden gefahren.


In Globe haben wir noch kurz einen Trödlermarkt besucht. Relativ arme Leute verkaufen sich gegenseitig alten Ramsch, den wir bei uns fortwerfen würden. Nach Globe haben wir weiter an Höhe verloren und die Landschaft wurde je länger je mehr "Arizona-like". Die ersten Saguaro-, und andere Kakteeen, sowie Ocotillo-Pflanzen wurden gesichtet.

Schon weit ausserhalb Tucson (Oro Valley) sahen wir die ersten Ueberbauungen und Shopping Centers, welche aber teilweise noch oder schon wieder geschlossen waren. Im immer dichter werdenden Verkehr haben wir dann unseren RV Park im Zentrum von Tucson gefunden. Dort findet ab Montag aber ein grosses Ralley statt und für uns war kein Platz mehr vorhanden. Nach kurzer Konsultation des Computers haben wir dann einen RV Park am Südrand von Tucson gefunden, wo wir uns für ein paar Tage eingerichtet haben. Zum Nachtessen gab es das Cowboy Steak von Show Low. Es hatte gerade knapp Platz auf dem Grill. Wir sind ja zu zweit, so hat es gerade gereicht. Dazu gab es Broccoli und Salat.

Ein paar Bildli von heute gibt es hier.

Pos: 32.06847N     110.76350W    Tucson, AZ        3'074 ft    Cactus Country RV Resort

24. Oktober 2009

AZ-77 und Salt River Canyon

Gestern haben wir das Ersatzteil für die Pressluftverbindung erhalten und heute morgen eingebaut und erfolgreich getestet. Nach kräftigem Frühstück sind wir um 11 Uhr aufgebrochen auf die Reise nach Süd-Arizona (Tucson).

Wir haben uns lange überlegt, welche von drei möglichen Routen wir wählen sollen. Wir haben verschiedene Leute (Verkehrsbüro,  Polizei, Tankstellen, etc) nach der Machbarkeit der AZ-77 befragt. Wir wollten diese Route wählen, weil sie gemäss Karte die meisten "scenic Punkte" hatte. Generell wurde uns gesagt, die Strecke sei auch für ein grosses Motorhome machbar. In Holbrook haben wir noch den Tank aufgefüllt (und mit Erstaunen festgestellt, dass der Preis innert einer Woche um 30 cents gestiegen ist).




Zuerst führte die Strecke durch wüstenartige Landschaft. In Show Low haben wir dann noch ein paar Lebensmittel eingekauft. Im Safeway hatten sie viele Aktionen für Fleisch, Wein, etc., so dass wir schlussendlich das ganze Wägeli gefüllt hatten !! (Sogar Panetone, Rohschinken waren dabei, auf den Gruyere für $18/Pfund haben wir aber verzichtet). Ab Show Low veränderte sich die Landschaft frappant. Kaum in der Fort Apache Indian Reservation angekommen, wechselte die Wüste in wunderschöne Pinienwälder mit Hügeln und Schluchten und Felsformationen. Dazwischen konnte man Yukas und Kakteen sehen. Wir fahren südwärts !


Die Hauptattraktion dieser Strecke ist die Durchquerung des Salt River Canyons, einer tiefen Schlucht in den Apache Mountains. Die Strasse ist aber gut ausgebaut und breit genug. Auch die Haarnadelkurven bereiteten unserem Genty keine Probleme. Zudem hatte es zahlreiche Ausweichstellen, wo wir sogar mit dem Genty anhalten und fotografieren konnten.


Da der Abend und die frühe Dunkelheit (AZ kennt keine Sommerzeit) schon anrückten, haben wir kurz nach der Schlucht ein Plätzli gefunden für die Nacht. Hier stehen wir nun auf einer Piste gleich neben der Strasse über Nacht. Der Verkehr hat schon stark nachgelassen und wir erwarten eine ruhige Nacht.

Die Föteli von heute gibt es hier.


Pos: 33.71410N     110.53520W    boondocking        5'741 ft

23. Oktober 2009

Holbrook, AZ


Heute Vormittag haben wir noch Büroarbeiten erledigt und etwas geputzt. Am Nachmittag haben wir einen Ausflug zu einem nahegelegenen "Rock Shop" mit angegliederter Straussenfarm sowie ein paar anderen Läden unternommen. Mit den Straussen hatten wir Mitleid !







Danach haben wir das Visitors Center und das County Museum in Holbrook besucht. Dort hat uns besonders das Gefängnis beeindruckt. Die Gitter waren sehr dick (mehr Eisen als Zwischenräume) und die Türen erinnerten uns an Luftschutztüren. Eigentlich interessant wie fast jeder Bezirkshauptort in USA sich Mühe gibt, die Vergangenheit mit einem kleinen Museum zu erhalten. Die Hauptstrasse in Holbrook ist gleichzeitig die alte Route 66 und es erinnern immer noch zahlreiche Gebäude und Schrifttafeln an die glorreiche Zeit.

Die Bildli von heute gibt es hier.


Pos: 34.98185N     110.05620W    Sun Valley, AZ        5'270 ft    Root 66 RV Park

22. Oktober 2009

Painted Desert und Petrified Wood Natl. Park


Heute haben wir einen Ausflug zum nahen Petriefied Wood National Park unternommen. Dieser Park umfasst seit kurzem auch eine Landschaft nördlich der Autobahn mit einem Teil vom Painted Desert. Der Park ist gut erschlossen mit einer zweispurigen Strasse und vielen "View Points".

Im nördlichen Abschnitt führt die Strasse vorbei an zahlreichen Aussichtspunkten auf die uralten Formationen des Painted Desert. In diesem Bereich liegt auch das "Painted Desert Inn", ein ehemaliges Restaurant, das in der damaligen Form restauriert wurde.



Südlich der Autobahn fährt man zuerst an einer Gedenkstätte der Route 66 vorbei. Dann führt die Strasse durch wüstenartige Landschaft mit Sehenswürdigkeiten wie den Anaszasi Pueblo Ruinen und den indianischen Felszeichnungen bei Newspaper Rock und der Blue Mesa.

Die meisten versteinerten Bäume waren einmal im Jasper Forest, der aber in früherer Zeit, als die Gegend noch kein Nationalpark war, regelrecht geplündert wurde. Damals wurden die versteinerten Bäume mit Karren und sogar mit der nahe gelegenen Bahn abtransportiert.

Die Hauptattraktion des Parks ist der "Crystal Forest". Dort liegen zahlreiche versteinerte Bäume, z.T. noch in ganzer Länge, aber durch die Erosion frakturiert. Auch hier wurden vor der Zeit als Nationalpark, aber auch während den letzten Jahren viele Stücke gestohlen. Gemäss Auskunft eines Rangers, stehlen die 1 Million Besucher jedes Jahr tonnenweise Material. (Wir haben nichts mitgenommen).


Beim Südausgang haben wir im Museum noch einen Film über die Entstehung der Versteinerungen angesehen und gute Information vom Ranger erhalten. Im nahen Gift Shop haben wir dann ein paar Steine gekauft (wurden ausserhalb des Parkes gefunden - mit Garantie). Auf dem Heimweg (noch 30 Meilen) haben wir den Sonnenuntergang festgehalten.

Relativ spät sind wir dann, müde aber voller schöner Erinnerungen, nach Hause gekommen. Die Föteli  vom Tag gibt es hier zu sehen.


Pos: 34.98185N     110.05620W    Sun Valley, AZ        5'270 ft    Root 66 RV Park

21. Oktober 2009

To Sun Valley, AZ

Heute sind wir 176 Meilen von SkyCity, NM nach Sun Valley,  AZ gefahren.  Die ganze Fahrt war auf der I-40 Autobahn, meistens durch Wüste und vorbei an wenigen Ortschaften. Das Wetter besserte sich von Meile zu Meile und am Ziel machte der Ort seinem Namen Ehre.

In Sun Valley sind wir auf einem RV Park mit dem Namen Root 66, auf der Route 66.


Ein paar Bildli  von heute gibt es hier.


Pos.: 34.98185N     110.05620W    Sun Valley, AZ        5'270 ft    Root 66 RV Park

20. Oktober 2009

Pueblo of Acoma / Route 66

Nach einer kühlen Nacht (wir hatten die Heizung nicht an) hat uns der Morgen mit schlechtem Wetter begrüsst. Gegen Mittag kamen sogar ein paar Gewitter auf.

Wir haben uns dann entschlossen, trotzdem einen kleinen Ausflug zu machen. 18 Meilen von hier befindet sich das Pueblo of Acoma, ein kleines Indianer Pueblo, das seit 1100 n.Chr ununterbrochen bewohnt war. Wir konnten dort das Museum besuchen (wunderschöne Töpfereien für die Acoma bekannt ist). Das Fotografieren im Museum, sowie im ganzen Gebiet war verboten ! Wir sind dann bald zurückgefahren.


Auf dem Heimweg haben wir noch einen kleinen Abstecher auf die Route 66 gemacht. In dieser Gegend beseht sie vor allem aus Ruinen von früheren Attraktionen.



Wir haben trotzdem ein paar Bildli gemacht, die hier zu sehen sind. Da das Fotografieren im Museum verboten war, haben wir hier trotzdem ein paar Föteli (von anderen Acoma Töpfereien).


Pos: 35.07986N    107.55720W    Acoma,NM        6'161 ft    Sky City Casino

19. Oktober 2009

Abstecher nach New Mexico

Nach dem Frühstück und dem Leeren der Abwassertanks (wir waren hier ja drycamping) sind wir von Chinle, AZ nach Skycity, NM gefahren. Die Strecke führte weitgehend durch unbewohnte Wüste auf  sehr holprigen Strassen. Im letzten Teil (ab Gallup) fuhren wir teilweise auf oder neben der bekannten Route 66. Stationiert sind wir auf einem RV Park hinter dem Skycity Casino. Rund um uns herum wird an einer neuen Strasse gebaut.



Bei der Ankunft haben wir festgestellt, dass auf der Fahrt unsere Druckluftverbindung für die Bremse des Jeeps herausgefallen ist und über eine lange Strecke am Boden mitgeschleift wurde. Dabei wurde das Teil richtiggehend abgeschliffen. Wir haben am Abend noch versucht, so ein Teil zu kaufen, aber ohne Erfolg. Morgen geht die Suche weiter.

Ein paar Föteli von heute gibt es hier.



Pos: 35.07986N    107.55720W    Acoma,NM        6'161 ft    Sky City Casino

18. Oktober 2009

Chinle, AZ

Heute ist Sonn- und Ruhetag, d.h. die Sonne scheint und es ist ruhig.

Ausser einem kurzen Ausflug in das Dorf Chinle und dem üblichen Rundgang im Campground haben wir heute nicht viel unternommen. Die Gegend hier im Indianer Reservat ist ärmlich. Auf einem Freiluft-Trödlermarkt haben die Indianer einander gegenseitig alte Kleider verkauft. Bemerkenswert waren zwei Stände mit Film-DVDs, die offensichtlich selbstgebrannt waren.

Damit der geneigte Leser einen Eindruck von der Gegend erhält, haben wir ein paar Föteli gemacht und hier abgelegt.

Hier ist auch noch ein Bildli vom Campground, wo der Herbst auch eingekehrt ist.

Morgen geht es dann weiter nach New Mexico (NM).

Pos: 36.14831N     109.54120W    Chinle, AZ        5'528 ft    Canyon de Chelly Natl. Monument

17. Oktober 2009

Canyon de Chelly Natl. Monument

Nach einer relativ kalten Nacht (und wir hatten die Heizung nicht angestellt), haben wir heute das Canyon de Chelly Natl. Monument besucht. Hier mitten in der Navajo Nation befindet sich ein Schluchtensystem, das während ca. 5000 Jahren ununterbrochen bewohnt war. Ruinen aus der Zeit um 1200 n.Chr. sind an verschiedenen Stellen noch vorhanden. (In der Indianer-Kultur werden grundsätzlich Wohnstätten von anderen Indianern nicht neu besetzt, da dort die Geister wohnen, deshalb sind diese Ruinen immer noch erhalten).


Das Canyon-System besteht aus drei langen Canyons, die alle in der Gegend von Chinle zusammenlaufen. Dort ist auch das Visitors Center (gleich dahinter ist unser Campground). Ein Besuch dort war nicht besonders informativ. Es handelt sich bekanntlich hier um ein National Monument, also die nächst kleinere Version vom National Park, aber es ist trotzdem mitten im Navajo Gebiet und dort pflegen die Leute lange Siesta zu machen (jedenfalls hat man den Eindruck).

Wir haben dann zuerst den North Rim und dann den South Rim abgefahren und von verschiedenen Outlooks in die entsprechenden Canyons hinuntersehen können. Bereits nach dem zweiten Outlook hatte man es aber gesehen, wiederholte sich das Ganze doch immer wieder. Die meiste Abwechslung boten die Parkplätze, wo die meisten Autos in irgend einer Form mit dem Souvenirverkauf der lokalen Bevölkerung zu tun hatten. Die Souvenirs waren auf der Motorhaube, auf der Ladefläche, auf dem Dach, auf einer Mauer vor dem Fahrzeug oder einem Stein dahinter ausgestellt. Man hatte auch davon bald einmal genug.


Wir haben heute wieder wenig Tiere gesehen. Hier hat es wahrscheinlich auch nicht viele. So erfreuten wir uns halt an ein paar Eidechsen und ein paar mehr oder weniger wilden Pferden. Ein alter Hund hätte auch fast ein Schakal sein können. Gegen Abend besuchte uns dann wenigstens noch ein Häseli auf dem Campground.

Zum Abschied (wir haben etwas genug von den vielen Felsen, Canyons, etc) gab es ein gutes Fisch-Curry mit Reis und Salat, das wir mit Wasser hinuntergespült haben. (Wein gibt es nur einmal pro Woche).

Eine kleine Auswahl der vielen Föteli, die wir trotzdem geschossen haben, gibt es hier.

Pos: 36.14831N     109.54120W    Chinle, AZ        5'528 ft    Canyon de Chelly Natl. Monument

16. Oktober 2009

Monument Valley

Nach zwei ruhigen Nächten im Gooseneck State Park (und preisgünstig - der Platz mit Aussicht kostete nichts) sind wir heute in Richtung Süden weitergefahren. Hauptattrakion des Tages war die Durchfahrt durch das bekannte "Monument Valley".

Kurz nach der Abfahrt fuhren wir durch den Ort Mexican Hat, der seinen Namen von einen Felsen erhalten hat, der aussieht wie ein Sombrero. Hier beginnt auch das riesengrosse Indianer-Reservat "Navajo Nation". Von der Strasse aus erkennt man das Reservat vor allem an den herumliegenden Bierbüchsen und anderen Abfällen (leider !).




Der Tribal Park im Monument Valley ist immer noch die gleiche Tourist Trap wie vor 10 Jahren. Sogar zum Visitor Center wird noch Eintritt verlangt, selbst wenn es wegen Renovation geschlossen ist. Nach all den wunderschönen Landschaften in Utah hat uns das Monument Valley gar nicht mehr so von den Sitzen gerissen. Weil wir mit dem Genty unterwegs waren, konnten wir die einzelnen Felsen auch nicht von nahe betrachten, sondern nur von der Strasse aus. Für die tollen Fotos müsste man viel näher ran kommen und das geht nur auf Pisten.


Hier haben wir auch Utah verlassen und bewegen uns nun in Arizona. Das Wetter ist entsprechend (wolkenlos und warm). Die 173 Meilen heute waren abwechslungsreich. Monumental im Monument Valley, dann Wüste und wieder pittoresk zwischen Mexican Water und Many Farms.

Am späteren Nachmittag sind wir dann in Chinle angekommen, wo wir im Campground des "Canyon de Chelly Natl. Monument" wieder einen kostenlosen Drycamp Platz gefunden haben. Zum Glück gibt es hier eine Dump Station, so dass wir unsere vollen Abwassertanks leeren und den Frischwassertank füllen konnten. Strom produziert auch hier wieder unser Generator zweimal am Tag.

Die Bildli von heute gibt es hier.

Pos: 36.14831N     109.54120W    Chinle, AZ        5'528 ft    Canyon de Chelly Natl. Monument

15. Oktober 2009

Natural Bridges Natl. Monument

Heute haben wir einen Ausflug zum Natural Bridges Natl. Monument unternommen. Zuerst führte die Strasse bis an die Cliffs einige Meilen nördlich unseres Standortes. Dort wurde die Strasse eng und war nicht mehr geteert. Dafür führte sie in ein paar steilen Haarnadelkurven ca. 200 m in die Höhe. Auf der Höhe führte die Strasse durch eine mit Föhren bewaldete Landschaft. Ein Weg war 32 Meilen lang und auf der ganzen Strecke war kein einziges Dorf und keine Häuser, lediglich eine Rangerstation.



Der Park selber befindet sich ebenfalls weit abgelegen von der Zivilisation. Ein Besuch im Visitors Center hat uns einen guten Ueberblick über die Geologie und die Entstehung der drei berühmten "Natural Bridges" erlaubt. Diese sind ähnlich entstanden wie die "Arches", mit dem Unterschied, dass bei "Bridges" ein Bach oder Fluss unten durch fliesst oder einmal floss. Die gut ausgebaute Einbahnstrasse ist ca. 9 Meilen lang und hat viele Parkmöglichkeiten mit kurzen oder längeren Wanderungsmöglichkeiten. Davon haben wir bei der dritten der Brücken profitiert und haben diese auch noch von unten angeschaut.

Im Park haben wir auch Pilze gesehen.
Für Pilzfreunde haben wir dieses besonders grosse Exemplar abgelichtet.






Nach drei Stunden sind wir auf dem gleichen Weg wieder zu unserem Plätzli am Goosneck zurückgekehrt. Die Bildli vom heutigen Tag gibt es hier.


Pos: 37.17490N     109.92640W    Bluff, UT        4'970 ft    Goosneck State Park, UT

14. Oktober 2009

Gooseneck State Park

Heute sind wir von Moab zum Gooseneck State Park gefahren. Vorbei an den Bison, die gleich hinter dem RV Park wohnten und der Tourist-Trap "Hole in the Rock" ($5 Eintritt um das "Haus" zu besichtigen - nein danke) durch ein abwechslungsreiches Gelände via Monticello, Blanding und Bluff nach Süden.

Nach Bluff hat ein Wegweiser zum "Gooseneck State Park" unser Interesse geweckt. Nach drei Meilen vor einer kleinen Erhebung in der Wüste sahen wir plötzlich ein Stop-Signal. Dort angekommen, fanden wir das Ende der Strasse und einen Parkplatz. In der Ferne sahen wir die ersten Felsen des Monument Valley, sonst nicht viel.

Dann sind wir ausgestiegen und erlebten eine Ueberraschung. Zu Fuss sind wir ein paar Meter an den Abgrund gelaufen und - oh wow - eine wunderbare Aussicht auf die Schluchten des San Juan Rivers. Der Fluss hat sich hier während Millionen von Jahren tief in die verschiedenen Schichten des Colorado Plateaus eingeschnitten.

Wir haben uns spontan entschlossen hier zu bleiben (Dry Camping). Es waren noch drei andere RVs schon da, aber es hatte noch sehr viel Platz für uns. Nach einem feinen Nachtessen (Spagetti mit Wein) haben wir noch einen ausgedehnten Spaziergang entlang der abrupten Kante des Plateaus unternommen und die wunderbare Abendstimmung genossen.

Die Bilder vom heutigen Tag gibt es hier.

Pos: 7.17490N     109.92640W    Bluff, UT        4'970 ft    Goosneck State Park, UT

13. Oktober 2009

Kane Creek Road

Heute Morgen war Chrigel schon um 8 Uhr beim Zahnarzt! Problem erkannt, aber noch nicht gelöst.

Am Nachmittag haben wir einen Ausflug auf der Kane Creek Road in Richtung Hurrah Pass unternommen. Diese Strecke führt von Moab zuerst dem rechten Ufer des Colorado River entlang und biegt dann ab in die Berge in Richtung Hurrah Pass. Von hier wird die Strasse zu einer gut ausgebauten Piste. Diese Gegend wird gerne von Allrad-Freaks mit Jeep, All-Terrain-Vehicles (ATV) und Motocross-Töff-Fahrern benutzt. Beim sogenannten Cliffhanger, einem Gebiet wo man einen Jeep auch einmal auf den Rücken drehen kann, wenn man Pech hat, waren Jeeps im Einsatz. Auf der Piste haben wir einen Vater mit seinem Sohn (etwas 6-jährig) auf Motocross-Rädern gesehen (jeder auf seinem eigenen natürlich).

Diese Strecke führte wieder in ein landschaftlich interessantes Gebiet, wo sich zahlreiche grüne Oasen vom Rotbraun der Felsen abheben.  Auf der Strecke entlang dem Colorado River haben wir noch ein paar "Wohnstätten" von "Höhlenbewohnern", sowie Felszeichnungen gesehen. Die Bildli von all dem haben wir hier abgelegt.

Pos: 38.52182N     109.48930W    Moab, UT        4'598 ft    OK RV Park


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12. Oktober 2009

Canyonlands Natl. Park + Shafer Trail

Heute war wieder ein sehr erlebnisreicher Tag. Wir haben gleich zwei Ausflüge auf einmal unternommen.

Canyonlands Natl. Park

Für uns frühmorgens (so nach 10 Uhr) sind wir abgefahren. Der nördliche Teil des Canyonlands Natl. Park ist nur auf zwei Wegen erreichbar. Den einen, über die Staatsstrassen 191 und 313 haben wir auf dem Hinweg benutzt, den anderen, Shafer Trail, auf dem Rückweg (siehe unten).

Bei der Abzweigung von der Hauptstrasse hat es noch eine schöne Raststätte mit grossartiger Rundsicht auf die umliegenden Berge und Felsen. Dort haben wir auch ein lässiges Paar aus Deutschland getroffen, die in ihrem eigenen Fiat-Bus auf USA-Reise sind.






Die Strasse steigt dann schnell an auf das Plateau vom Canyonlands Natl. Park. Dieser Nationalpark ist riesengross und nur der Teil "Island in the Sky" ist von hier aus erreichbar. Der Park besteht im wesentlichen aus einer Hochebene (Mesa), der mittleren Ebene (White RimI) und den unendlich langen Canyons von Green River und Colorado River mit allen ihren Seitencanyons. Die Mesa hat Teerstrassen und ist für Touristen über viele "View Points" erschlossen. Von den Viewpoints hat man schöne Aussichten auf die mittlere Ebene und in die Canyons. White Rim ist nur mit Allradfahrzeugen erreichbar und schwierig zu befahren.

Ueber unsere Eindrücke von den Viewpoints lassen wir die Bilder sprechen, die wir hier abgelegt haben.

Für den Rückweg haben wir die beschwerliche und abenteuerliche Route


Shafer Trail

gewählt. Eigentlich ist der Name nicht ganz richtig, denn mit Shafer Trail ist nur die "Passtrasse" von der Mesa zum White Rim gemeint. Nachher führt die Piste weiter über die "Potash Road", welche alles andere als eine "road" ist.

Der Shafer Trail hat seinen Namen erhalten weil er früher von Viehtreibern benutzt wurde, die die Mesa landwirtschaftlich nutzten bevor diese ein Nationalpark war. Der Viehpfad wurde dann im frühen zwanzigsten Jahrhundert ausgebaut, als in dieser Gegend Uran gefunden und abgebaut wurde. Diese Periode dauerte nicht lange und heute ist der Shafer Trail Bestandteil des Canyonland National Parks und wird vor allem von Jeep-Freaks genutzt.

Wir sind also diesen Weg hinuntergefahren. Die Fahrt war nicht besonders gefährlich, man musste einfach noch etwas mehr aufpassen als sonst und hoffen, dass kein Gegenverkehr aufkam. In dieser Beziehung hatten wir Glück. Es sind uns insgesamt nur gerade mal zwei Fahrzeuge entgegengekommen und diese beide an Stellen, wo das Kreuzen einfach war. Der Shafer Trail ist sehr steil und wir brauchten für die 6 Meilen über eine halbe Stunde. Am Fuss der Passtrasse erreicht man die mittlere Ebene und der Weg verzweigt dann einerseits zum White Rim Trail und andererseits zur "Potash Road". Für diese "road" brauchten wir dann noch einmal eine gute Stunde, weil es sich um eine stellenweise ziemlich ruppige Fels-Piste handelt.

Durch Ebenen und kleinere Canyons führt die Strecke dann via die grossen "Tailing Ponds" Salinen nach Potash, wo wir die Teerstrasse wieder erreichten. Diese Strasse führt dem rechten Ufer des Colorado River entlang und ist sehr pittoresk. Wir haben auch noch ein paar Felszeichnungen von Indianern aus der Mitte des letzten Jahrtausends gesehen.

Am späten Abend sind wir dann müde aber beeindruckt von den Erlebnissen nach Hause gekommen.

Die Bildli vom zweiten Teil haben wir hier abgelegt.

Pos:  38.52182N     109.48930W    Moab, UT        4'598 ft    OK RV Park

11. Oktober 2009

Colorado River Moab

Heute Morgen durften wir zuerst den Platz im RV Park wechseln. Wir hatten die ersten zwei Tage nur einen Platz mit Wasser/Elektrisch, aber ohne Abwasseranschluss. Hier werden wir noch drei Nächte bleiben.


Nach den üblichen Sonntagsritualen sind wir am Nachmittag zu einem kleinen Ausflug zum Colorado River aufgebrochen. Etwas ausserhalb von Moab, wo sich der Colorado River während Millionen von Jahren eine Schlucht in den Navajo Sandstone gefressen hat, führt eine schmale, aber gute Strasse dem Fluss entlang.

Von angenehm warmem Wetter begünstig, war die Strasse von Autos und Bikern ziemlich stark befahren. Auf dem Colorado River konnte man zahlreiche Riverrafting Boote beobachten. Die Bighorn-Sheep haben wir auch heute wieder nicht gesehen, dafür hatte es viele Büsche, Vögel und Grillen.

Die Föteli vom heutigen Ausflug gibt es hier.

Pos: 38.52182N     109.48930W    Moab, UT        4'598 ft    OK RV Park

10. Oktober 2009

Arches Natl. Park



Nach der Rückkehr vom Farmers Market haben wir unseren Proviant eingepackt und sind gleich zum Arches National Park gefahren. Auch hier ist noch Hochsaison und die Parkplätze und Strassen im Park waren gut frequentiert.


Zu Beginn haben wir uns im Visitors Center orientiert und einen interessanten Kurzfilm über die Geologie der Gegend gesehen. Dann haben wir während vier Stunden den grössten Teil des Parkes besichtigt. Unter anderem haben wir eine kleine Wanderung um die "Windows Section" gemacht und die "North- und South Windows" von allen Seiten betrachtet und fotografiert.

Ueber die restlichen Erlebnisse im Park lassen wir die Bilder sprechen, die wir hier abgelegt haben.

Es war heute den ganzen Tag angenehm warm, gegen Abend kühlte es etwas ab, vom Einfrieren der Leitungen müssen wir uns hier aber nicht fürchten.

Pos: 38.52152N     109.48890W    Moab, UT        4'573 ft    OK RV Park

Farmers Market in Moab

Wenn wir an einen neuen Ort kommen, schauen wir immer zuerst, ob es einen Farmers Market gibt. So auch in Moab - und wir hatten Glück. Heute Morgen war Farmers Market in der Stadt. Der Markt war klein, aber nett. Fast kein Gemüse, dafür wunderschöne preiswerte Aepfel, andere Spezialitäten, viel Schmuck (von Indianern und anderen) und ein Hersteller von Hänge-Schaukeln, der uns unbedingt sein Leben erzählen wollte. Wir haben Jonagold Aepfel und Feta-Käse gekauft. Zucchetti-Kuchen hatte es diesemal leider nicht.

Hier in Moab ist das Wetter sonnig und die Temperaturen wieder angenehm warm. Die RV Parks sind alle voll, die Saison hier läuft noch auf vollen Touren und das Städtchen ist voll von Bikern und Jeep-Freaks.

Die Föteli vom Mark sind hier.

Pos: 38.52152N     109.48890W    Moab, UT        4'573 ft    OK RV Park