Mamei's Blog

30. September 2009

Rio Grande National Forest

Nach einer stürmischen Nacht mit viel Regen sind wir heute etwas später aufgestanden. Zum Morgenessen begrüssten uns ein Regenbogen und ein Eichhörnchen vor dem Fenster. Die Wetterprognosen für den heutigen Tag waren auch nicht besonders gut. Trotzdem haben wir uns gegen Mittag gut ausgerüstet (gute Schuhe, Regenschutz, Pullover, Verpflegung und Getränke) zum Rio Grande National Forest aufgemacht. Diese Route wurde uns gestern vom Ranger im Visitor Center empfohlen (von schlechtem Wetter hatte er allerdings nichts gesagt).

Die Strecke führte zuerst auf einer Nebenstrasse (aber noch geteert) durch den Pinos Creek. Dieses Tal wird landwirtschaftlich genutzt (auch von Emigranten aus dem Oberland !). Das Wetter war sehr wechselhaft und die herbstlich gefärbten Espen zeigten sich in allen Schattierungen. Nach einigen Meilen hörte die Teerstrasse auf und eine gute Piste führte uns langsam aber sicher in die Höhe. Interessant war der Wechsel der Baumarten zu verfolgen. Während unten die Espen in den Mischwäldern noch die Ueberhand hatten, wechselte dies mit steigender Höhe, bis es nur noch Tannen und weiter oben gar keine  Bäume mehr hatten. Oberhalb der Baumgrende waren nur noch Tundra und Büsche zu sehen ... und etwas Schnee.


Das Tagesziel war die Ghosttown Summitville auf ca. 11500 ft (3400m). Hier oben war um 1900 eine Minenstadt mit 700 Einwohnern. Es wurde Gold abgebaut. Wegen der grossen Höhe und den starken Schneefällen (7-8 m p.a.) und dem gefallenen Goldpreis wurde die Mine aber im letzten Jahrhundert aufgegeben. Heute wird dort wieder gebaut, aber nicht an der Mine, sondern an einem Wasser-Reinigungsprojekt. Die Gegend ist vom seinerzeitigen Goldabbau stark kontaminiert.

In Summitville wurde auch das Wetter schlechter und es schneite ziemlich stark. Die starken Winde haben den Schnee fast horizontal vor sich her getrieben. Wir waren froh, auf der Abfahrt wieder bessere Verhältnisse anzutreffen. Die Landschaft auf der Rückreise durch den Park Creek war enger und führte teilweise durch Schluchten. Auf der Abfahrt haben wir in noch grosser Höhe sogar 4 Kuh/Kalb Paare gesehen, die selber ihren Alpabzug organisiert hatten.


Wegen dem schlechten Wetter wurde der Jeep innen und aussen sehr dreckig und wir mussten ihn noch vor der Rückkehr in einer Self-Service Waschanlage waschen und saugen .... !




Nach ca. 70 Meilen sind wir wieder auf unserem RV Park zurückgekehrt. Da wir auf der Rundfahrt nicht gross zum wandern gekommen sind, haben wir dafür noch einen Spaziergang am Rio Grande gleich hinter dem RV Park unternommen und sogar noch ein paar Rehe gesehen.

Die Föteli vom heutigen Tag gibt es hier.

Pos:  37.68570N     106.35780W    Del Norte, CO        7'921 ft

29. September 2009

Unterwegs ins San Luis Valley

Nach vier wunderschönen Tagen in der Colorado Springs Umgebung ging es heute weiter via Canon City nach Salida. Diese Strecke führte dem Arkansas River entlang und war landschaftlich sehr schön aber etwas kurvenreich.

Nach Salida fuhren wir über den Poncha Pass (9'018 ft) ins San Luis Valley. Auch in den Wäldern in diesem Gebiet hat der Herbst Einzug gehalten. Das San Luis Valley ist sehr weit und wird vor allem landwirtschaftlich genutzt. Wo die Landwirtschaft nicht eingedrungen ist, besteht das Tal immer noch aus Busch-Wüste. Dort haben wir ganz überraschend ein Pronghorn und sogar einen Schakal, sowie eine Herde Bison (auf einer Ranch) gesehen.

Am Nachmittag haben wir in Del Norte am Westhang des San Luis Valleys auf einem kleinen RV Park Halt gemacht und nach dem Installieren das Dorf besichtigt. Im Visitors Center haben wir für einmal gute Informationen erhalten und werden diese, gutes Wetter vorausgesetzt, morgen umsetzen.

Die Föteli von heute gibt es hier zu sehen.

Pos: 7.68570N     106.35780W    Del Norte, CO        7'921 ft

28. September 2009

Seven Falls & North Cheyenne Canyon

Heute ist unser letzter Tag in der Colorado Springs Area. Auf Empfehlung des lokalen Visitors Center, mussten wir heute unbedingt noch die Seven Falls besuchen. Wir sind am späten Vormittag abgefahren und haben den "Park" gegen Mittag erreicht. Am Anfang einer Schlucht stand zuerst das Eintrittshäuschen. Für $8 pro Person liessen sie uns ein. Nach 250m wurden wir darauf hingewiesen, dass in "diesem" Häuschen die einzige Toilette des Parks sei. Wir wundern uns ! Um die nächste Ecke haben wir dann das Ende der "Schlucht" erreicht. Ein Fischtümpel, ein paar Mini-Wasserfälle, ein Souvenirshop und ein Lift auf eine Terrasse war alles, was wir für die $8 zu sehen bekamen. Tourist-Trap vom Feinsten. Nach weniger als einer Stunde waren wir wieder weg - es gab einfach nichts zu sehen. Gestern waren wir begeistert vom Garden of the Gods, wo wir stundenlang verweilten und keinen Cent bezahlen mussten. Heute das Gegenteil.

Wir liessen uns den Tag aber nicht verderben und wollten noch etwas anderes unternehmen. Kurz ausserhalb des "Seven Falls Parks" sind wir auf einen verwetterten Wegweiser gestossen "North Cheyenne Canyon, High Drive, etc". Kurz entschlossen sind wir dort abgebogen und - welche Ueberraschung - haben wir den North Cheyenne Canyon entdeckt.

Wunderschöne Landschaft, gute Strasse und kein Kassahäuschen. Dieser Park ist auch ein City Park und wird von der Stadt Colorado Springs sehr gut unterhalten. Hier gibt es auch sehr viele Wanderwege. Einem davon, kurz aber steil, sind wir auch gefolgt und wurden mit einer schönen Aussicht auf die Stadt belohnt. Unterwegs wurden wir von einem Eichhörnchen mit Tannzapfen bombardiert.

Ganz oben war die Strasse dann zu Ende und  die meisten Touristen mussten umkehren und die gleiche Strecke zurückfahren, es führte nämlich lediglich noch eine Piste weiter bis zum "High Drive".  Dank unserem Jeep konnten wir dann aber auf dieser Piste über den Pass wieder nach Colorado Springs zurückfahren.


In dieser Gegend hat der Herbst schon Einzug gehalten und lässt die Natur in wunderschönen Farben erscheinen.

Dieses Bild und die weiteren Föteli vom Tag sind hier aufbewahrt.

Auf dem Heimweg haben wir kurz vor dem RV Park dann sogar noch ein Reh ganz nahe an der Strasse gesehen.




Pos (zum letzten Mal): 38.58785N     104.94950W    Colorado Springs, CO    6'655 ft

27. September 2009

Garden of the Gods

Am Sonntag nehmen wir es normalerweise etwas gemütlicher - länger schlafen, schön brunchen, Sonntagszeitungen lesen (online), fernsehen (John King - State of the Union), usw.

Heute war das nicht anders. Wir haben uns dann trotzdem am Nachmittag auf die Socken gemacht. Unser Ziel heute: Garden of the Gods, ein Stadtpark besonderer Art. Sehr viele lokale Sonntagsausflügler, Kletterer, etc. hatten die gleiche Idee, so waren die Parkplätze und Strassen gut belegt. Wir haben einen interessanten Nachmittag im schönen Park verbracht.

Weitere Informationen über den Park gibt es hier. Und wir haben natürlich auch wieder ein paar Föteli gemacht. Allerdings war es auch heute wieder sehr dunstig und die Objekte in grosser Distanz waren nur sehr verschwommen wahrzunehmen. Trotzdem haben wir ein paar davon hier abgelegt.


 
Als wir am Abend auf unseren RV-Park zurückkehrten, haben wir sogar noch ein paar Rehe (Mule deer) gesehen, allerdings nur aus weiter Ferne (Foto 20 x zoom)







Pos. immer noch: 38.58785N     104.94950W    Colorado Springs, CO    6'655 ft

26. September 2009

Pike's Peak - 14'110 ft

Heute fahren wir auf den Pike's Peak - war unser Plan für den Tag. Der Himmel war wolkenlos, aber es war am Morgen noch etwas kühl. Gemäss Info im Internet war die Strasse offen. So haben wir den Rucksack gepackt mit Pullover, warmen Jacken, etc., zudem haben wir die Bergschuhe im Kofferraum mitgenommen, es soll oben ja Schnee haben. Gegen Mittag erreichten wir das Tor zur Alpenstrasse (die Benützung kostet $10/Person) und wurden mit der Mitteilung konfrontiert, dass nur 16 von 19 Meilen offen sind. Die letzten 3 Meilen seien wegen 60cm Schnee unpassierbar - oh weh.

Glücklicherweise hatten wir schon vorher eine telefonische Reservation für den 13.20 Zug mit der Pike's Peak Cog Railway gemacht. Wenn wir uns also beeilen, schaffen wir diesen noch. Also - nichts wie los - zurück nach Manitou Springs zum Bahnhof. Auf den engen Strassen und auf dem Parkplatz war ein Riesengedränge. Alle wollten den schönen Tag für einen Ausflug auf den Berg benützen. Endlich konnten wir parkieren und uns zum Schalter durchkämpfen, wo tatsächlich noch zwei Billete auf unseren Namen vorlagen. Sehr viele Leute waren "stand by" und hätten sich gefreut, wenn wir, wie viele andere, nicht erschienen wären.

Um 13.20 ging es dann pünktlich los. Die Zwei-Wagen-Komposition der Bahn (Hersteller: Loki Winterthur) setzte sich, bis auf den letzten Platz besetzt, in Fahrt. Der Kondukteur war eifrig am erzählen und wir konnten ein paar Bildli aus dem Fenster machen. Am Anfang ging es durch Mischwälder (Espen, verschiedene Föhren, etc), später über Tundra-ähnliche Flächen mit vielen Felsbrocken. Die Gegend ist relativ trocken. Sehr viele Felsbrocken in allen Formationen und Grössen liegen einfach so herum. Wer weiss, wie die alle da hinauf gekommen sind. Ganz oben lag schon Schnee. Gemäss Konduktuer zum ersten Mal in seiner langen Karriere so früh im Jahr. Der Winter beginnt normalerweise hier erst Ende Oktober.

Die Fahrt dauerte eine Stunde und 15 Minuten und das Trassée war sehr steil (bis 25% max). Die ganze Strecke ist im Zahnradbetrieb zu fahren. Der Startpunkt war auf ca 6'400 ft und der Gipfel auf 14'110 ft. Oben angekommen, durften wir uns 40 Minuten lang verweilen mit fotografieren, Aussicht geniessen, verpflegen, Toilette besuchen, Gift-shop besuchen, etc. Die Zeit war etwas knapp. (Giftshop mussten wir heute auslassen - leider !). Auf dem Gipfel ging uns dann etwas die Luft aus, aber Gly-Coramin hat geholfen. Im Gegensatz zu einigen (wenigen) Ami-Tödels, die in Shorts und T-shirt reisten, hatten wir  unsere Winterjacken dabei und waren sehr froh darum.


Eine Auswahl der Föteli vom Tag gibt es wiederum hier. inkl. den Blüemli auf dem RV-Park.


Wir sind immer noch auf dem gleichen RV Park (und bleiben noch drei Nächte) auf folgender Pos:

38.58785N     104.94950W    Colorado Springs, CO    6'655 ft 

38.58785 N entspricht übrigens einer Position nördlicher Breite vom Mittelmeer südlich Sardinien (kann einfach in Google Eartth oder Google maps nachgesehen werden)

25. September 2009

Retablieren in Colorado Springs

Heute morgen haben uns weder Mechaniker noch Hunde geweckt und wir konnten etwas länger schlafen und laaaaange duschen (wir haben wieder Wasser). Nach einem Rundgang im relativ grossen RV Park war retablieren angesagt. Wir haben vier Trommeln Wäsche gewaschen, gesaugt, geputzt, geschnurpft, Scheibenwischer repariert, telefoniert,  usw.

Am Nachmittag besuchten wir in Colorado Springs die Bank, das Visitors Center und ein paar Läden. Das Wetter wird langsam etwas wärmen, gegen Abend allerdings kühler und der Himmel ist immer noch teilweise bewölkt. Ausser ein paar schönen blauen Vögeln und ein paar junge Büsi im RV Park haben wir heute keine Tierli gesehen (ausser einem alten Käfer in der Stadt)

Damit auch der heutige Tag nicht ganz ohne Probleme zu Ende geht, ist am Abend noch der Drucker kaputt gegangen.

Die paar Föteli von heute sind hier.

Pos: 38.58785N     104.94950W    Colorado Springs,CO    6'655 ft

24. September 2009

Endlich wieder unterwegs - Juhui

Heute um 15 Uhr konnten wir unsere Reise fortsetzen - Juhui - aber jetzt der Reihe nach.

Wir haben die Nacht relativ gut in der Werkstatt verbracht. Dank Generator hatten wir Strom, dank der Aircard Internet und dank der Heizung warm. Leider waren unsere Abwassertanks aber voll und dafür der Frischwassertank leer. So mussten wir am Morgen auf die gewohnte Dusche verzichten. Um 7 Uhr kamen die Arbeiter und nahmen ihre Arbeit auf.

Nach einem kurzen Ausflug zur Post und zum Walmart (wo wir unterwegs - es geschehen noch Zeichen und Wunder, mitten im Industriequartier drei Prairie-Dogs fotografieren konnten), haben wir ab Mittag dann gespannt auf das Ende der Arbeiten gewartet.

Don hat sich noch einmal richtig reingehängt und kam gut voran. Es tauchten zwar noch zwei neue Probleme auf (Die Jacks [Ausgleichsstützen] hatten total ausgelaugte Büchsen und mussten ersetzt werden und das ABS Kabel zum linken Hinterrad war gekappt), aber Don hat auch diese Probleme meisterhaft gelöst. Für seine Anstrengungen hat er von uns dann ein Victorinox - Offiziersmesser erhalten. Kurz vor drei Uhr war es soweit. Don hat den Genty reisefertig gemacht und Josh hat ihn dann milimetergenau auf den Schienen hinausgefahren.

Unsere Reise führte uns während zwei Stunden bei nur noch teilweise bewölktem Himmel zuerst durch Denver und die Vororte (im wiederum starken Verkehr) via Colorado Springs zu unserem RV Park zwischen Colorado Springs und Canon City. Gegen Abend kam dann noch einmal Regen auf.

Nach all den komischen Verpflegungen in den letzten Tagen, genossen wir ein Filet (vom Chef zubereitet) und Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Salat. Auf den Wein haben wir aber verzichtet ! Wir feiern dann morgen.

Die restlichen Föteli von der Reparatur und von der Fahr haben wir hier abgelegt.

Unsere Pos: 8.58785N     104.94950W    Colorado Springs,CO    6'655 ft

23. September 2009

Ein weiter Tag in Denver

Nach einer weiteren Nacht vor der Werkstatt, wir haben uns schon etwas an den Lärm gewöhnt und ganz gut geschlafen, haben wir den Genty um 7 Uhr wieder an den Mechaniker übergeben. Da am Morgen noch keine Schweissarbeiten vorgesehen waren, konnten wir bis am Mittag im Genty bleiben und die Zeit mit Karten schreiben und Arbeiten am Computer vertreiben.

Ganz nebenbei hat uns Don, der Mechaniker dann noch einen neu entdeckten Riss am Chassis gezeigt, der auch noch geflickt werden muss.

So gegen Mittag hatten wir dann den Drang nach draussen und sind kurz entschlossen zum 33 Meilen entfernten Castle Rock Factory Outlet gefahren. Auf dem Weg dorthin hat es sehr stark geregnet und zum Teil sogar fast geschneit (0 Grad).

Im Factory Outlet haben wir ein wenig gepöstelet. Auch hier ist die Wirtschaftskrise wieder sehr gut zu erkennen. Zahlreiche Läden waren geschlossen und es hatte wenig Besucher.

Bei unserer Rückkehr kurz vor 5 Uhr wurden wir dann mit der Nachricht konfrontiert, dass der Genty noch nicht fertig ist. Es waren keine Räder mehr dran und an ein hinausfahren über Nacht war nicht zu denken. Wir standen dann vor der Wahl, kurzfristig zusammenzupacken und in ein Hotel zu ziehen oder die Nacht im Genty in der Werkstatt zu verbringen. Einstimmig haben wir entschieden, lieber in unserem Genty zu bleiben.

Die Mechaniker haben uns ein Verlängerungsrohr an den Auspuff vom Generator gelegt, damit die Abgase ins Freie geleitet werden können, denn wir brauchen unbedingt Strom und wir können uns hier nicht am Elektrisch anschliessen (zu wenig Pfuus).

Wir sind nun in der Werkstatt eingeschlossen und können nicht einmal die Hunde oder den Zug hören. Da wir alle Läden runtergelassen haben, merken wir fast keinen Unterschied, höchstens dass der Genty ein wenig wackelt und Marianne ihr Fenster nicht öffnen kann.

Am Donnerstag soll der Genty aber spätestens am Nachmittag fertig sein und dann gehts gleich weiter nach Colorado Springs (hoffentlich !). Der Wetterbereicht hat übrigens für das Wochenende wieder sehr freundliches und warmes Wetter. Allerdings getrauen wir uns noch nicht über die Rockies, da dort einiges an Schnee gefallen ist.

Wir haben ein paar wenige Föteli gemacht und hier deponiert.

22. September 2009

Chassis Reparatur in Denver

Trotz viel Lärm (Zug, Lastwagen, Hundegebell, etc) konnten wir einigermassen schlafen bis 5.30. Um 7 Uhr mussten wir den Genty abliefern. In dieser Werkstatt gibt es eine Einrichtung mit der schwere Chassis Teile gerichtet und gebogen werden können.

Nach einer ersten Inspektion durch den Mechaniker und den Josh, den Vorarbeiter wurden wir darüber informiert, dass das Chassis an mehreren Stellen defekt ist und die Reparatur schwierig aber machbar ist. Wir sollen einmal am Abend wiederkommen - !!!

Wir haben uns dann entschlossen, uns in Denver etwas umzusehen. Zuerst haben wir ein typisch amerikanisches Frühstück bei Gunther Tody's genossen. Dieses Restaurant ist mit Sujets aus den 50/60er Jahren eingerichtet.


Dann haben wir ein paar Shopping Centers besucht auf der Suche nach einer neuen Kamera für Chrigel. Die gewünschte Kamera (Canon PowerShot SD940 IS) ist aber noch so neu, dass sie in den Läden noch gar nicht geführt wird. Wir haben dafür ein paar Kleider gepostet.

Gegen Abend sind wir dann wieder zurück in die Werkstatt gekommen und haben erfahren, dass die Reparatur noch mindestens bis Mittwoch Abend dauert und eine ganze Stange Geld kostet - wow.

Das Wetter in Denver ist relativ schlecht und man sieht nicht einmal mehr die Rockies im Westen. Wir würden gerne in eine wärmere Gegend weiter ziehen !!!

Nun sind wir halt noch einmal eine Nacht bei den Hunden, etc, aber wenigstens haben wir eine gut funktionierende Heizung und die Wauwis passen schon auf uns auf.

Ein paar Föteli gibt es  hier:

Pos: 39.79432N     104.94160W    Denver, CO    5'203 ft

21. September 2009

Unterwegs nach Denver

Nach einer kalten und regnerischen Nacht sind wir heute zeitig aufgestanden und haben um 8 Uhr Josh von Colorado Chassis Service telefoniert. Wir konnten einen Termin für Dienstag abmachen und haben die Erlaubnis erhalten, vor der Werkstatt zu übernachten.





Die Fahrt via Cheyenne, WY führte durch abwechslungsreiche Landschaften. Das Wetter war sehr unterschiedlich und es regnete häufig. Wir haben trotzdem noch ein paar Pronghorns gesehen.  Kurz nach der Grenze WY/CO wurde der Verkehr dann merklich dichter und wir waren froh, um 15 Uhr bei der Werkstatt  vorzufahren. Wir haben kurz mit Josh gesprochen und den Termin für Dienstag bestätigt.

Die Werkstatt befindet sich im Industriegebiet von Denver und wird scharf bewacht von zwei Schäferhunden. Vor uns laufen Lastwagenmotoren und hinter uns fährt (und hupt) der Zug. Wir sind ans hupen aber von Scottsbluff gewohnt und werden trotzdem schlafen (die einen mit Oropax).

Auch heute hat es wieder ein paar Föteli hier

20. September 2009

Sonntag = Ruhetag

In der  Bibel steht geschrieben - 6 Tage sollst Du arbeiten und am siebten Tag ausruhen. So sind wir heute ausnahmsweise etwas später aufgestanden. Der Ruhetag setzte sich dann fort mit Wäsche waschen, Boden putzen, Teppiche waschen, Zeitungen lesen (Internet) und brunchen. Dabei haben wir das letzte Stück Käse aus der Flumsi vertilgt.




Werkstattseitig wurde die Einstiegstreppe repariert, das "Flickwerk" am Chassis begutachtet, das Karrosserieteil beim Jack (Leveler) neu angeschraubt, die Abwassertanks geleert und der Trinkwassertank aufgefüllt.

Am Nachmittag haben wir dann trotzdem noch einen Ausflug an den North Platte River gemacht. In Scottsbluff gibt es einen schönen Weg entlang des Flusses. Dabei konnten wir den Aufzug einer Front am Himmel beobachten. Es gelang uns sogar, einen kleinen Tornado zu fotografieren.



Die Temperaturen sanken innert Stunden um 25 Grad Fahrenheit und es wurde ziemlich kühl. Wieder zurück im RV Park konnten wir noch eine sehr schöne Abendstimmung über dem Scottsbluff erleben.


Zur Feier des Tages gab es dann noch eine Rindshaxe mit Gemüse und Reis. Kopfweh gab es diesmal von einer Flasche Merlot. (Kopfweh verschwand nach 2 Alka-Seltzer und 3 Std Schlaf schon mitten in der Nacht)

Die Bildli-Sammlung haben wir hier abgelegt.

19. September 2009

Robidoux RV Park, Gering

Nach der hoffentlich letzten (und wieder lärmigen) Nacht auf dem Lastwagen-Parkplatz sind wir noch einmal bei der Werkstatt vorgefahren für eine letzte Kontrolle, dann ging es weiter zum Robidoux RV Park in der Nachbarstadt Gering.

Hier wollen wir uns von den Strapazen erholen und retablieren. Heute haben wir bereits Wäsche gewaschen und geputzt. Chrigel ist dann eine Weile unter gem Genty gelegen und hat die ganze Sache noch einmal genau angesehen. Das Chassis ist wirklich verbogen und die beiden hinteren "Levelers" sind beide kaputt. Wir hoffen, die Reparatur nächste Woche in Denver, CO machen  zu können.

Nach den vier Tagen Fast Food haben wir uns wieder ein schönes Nachtessen selber zubereitet. Auf dem Menue waren ein grosser Mocken Fleisch mit Salat, backed potatos mit Marianne's wunderbarer Sauce und Peperoni. Das ganze haben wir heruntergespült mit einer Flasche Cabernet/Merlot von Yellow Tail (unsere Hausmarke). Chrigel's Kopfschmerzen gingen dabei fast von selbst weg.


Eisbeutel auf dem Kopf
und Fleisch auf dem Tisch

Auf dem Robidoux RV Park haben wir eine wunderbare Aussicht auf den Scottsbluff. Am Abend war auf dem Campingplatz dann noch eine lokale "Bauern-Hochzeit". Die Dekoration durfen wir vorher fotografieren.

Die Bildli gibt es hier.

Pos: 41.81331N     103.67760W    Gering, NE    4'015 ft

18. September 2009

Lake Alice + Lake Minatare + Chassis Problem

Heute sind wir sehr früh aufgestanden und wie verlangt um 07.00 in der Werkstatt vorgefahren. Der Mechaniker ist dann um 08.00 auch aufgetaucht und wir durften den Genty in die Halle fahren. Wir hätten also problemlos noch eine Stunde länger schlafen können, aber das war ja nur der Anfang ....

Der Mechaniker hat die Handbremse (Trommel an der Kardanwelle am Getriebe-Ausgang) rasch ausgebaut und wir haben die Beläge gleich mitgenommen und zu einer Firma gebracht um sie neu zu belegen.

Dann sind wir zu unserem kurzen Ausflug zu den beiden Seen in der Region aufgebrochen. Zuerst besuchten wir Lake Alice, ein kleiner Stausee in einer gottverlassenen Gegend, aber trotzdem idyllisch gelegen. Der zweite See, der Lake Minatare, war dann schon etwas grösser und liegt in der Lake Minatare State Recreation Area. Zahlreiche (unbenützte) Campingplätze und verschiedene Boat ramps geben der lokalen Bevölkerung Gelegenheit, ihre Freizeit in der Natur zu verbringen. Auch unser Mechaniker geht dort jedes Wochenende fischen.


Lake Minatare

Nach 14 Uhr war die Reparatur beendet und wir konnten endlich unsere Reise fortsetzen - so haben wir jedenfalls gedacht. Schon nach ein paar Metern haben wir ein starkes Klopfgeräusch im Genty festgestellt und haben uns schon beim übernächsten Lichtsignal entschlossen wieder umzukehren. O-weh ! Eine Inspektion durch einen der besten Mechaniker hat dann ergeben, dass wir ein grösseres Problem haben und mit dem Genty in eine Chassis-Werkstatt müssen. Das Chassis vom Genty ist verbogen.


Richard beim vorbereiten der Teile


Nach längeren Diskussionen unter den verschiedenen Mechanikern und deren Chefs wurde entschieden, dass Richard (der gute Mech) noch etwas länger bleibt. Sein Vorschlag war, das verbogene Chassis etwas zusammenzuziehen und dann eine Traverse einzuschweissen, um die Korrektur provisorisch bis nach Denver zu halten. Die Umsetzung dieser Idee dauerte dann gut fünf Stunden und um 22 Uhr durften wir dann "probefahren". Der Lärm war tatsächlich verschwunden.

Um diese Zeit konnten wir natürlich nicht mehr zum Camping fahren so dass wir erneut auf dem Parkplatz vis-a-vis übernachteten.

Vom heutigen Tag gibt es wieder ein paar Föteli hier anzusehen.


Pos: 1.85351N     103.65750W     Scottsbluff, NE    3'896 ft

17. September 2009

Chimney Rock


Chimney Rock


Nach einem kleinen Frühstück im Hotel sind wir die ca. 25 Meilen zum Chimney Rock gefahren und haben das dortige Visitors Center / Museum besucht. Dann sind wir zurück nach Scottsbluff um nach dem Genty zu sehen.

Floyd's Paint Shop ist ein Teil der Lastwagengarage Floyd's. Weil wir in den letzten Wochen zweimal Probleme mit der Handbremse hatten, haben wir den dortigen Werkstattchef gebeten, nach Beendigung der Malerarbeiten die Bremsen und ein paar andere Teile am Chassis zu kontrollieren. Als wir zurückkamen war die Inspektion gerade beendet und wir wurden mit den Neuigkeiten konfrontiert. Diese waren leider nicht so positiv. Die Handbremse ist futsch, zudem ist eine Rad-Dichtung undicht. Beides muss raschmöglichst repariert werden.Wir haben einen Termin für Freitag erhalten. Wir haben uns kurz entschlossen, die Arbeiten sofort ausführen zu lassen.

Diese Nacht schlafen wir also  wieder im Genty auf dem Parkplatz gegenüber der Garage und morgen Freitag dürfen wir den Genty bereits um 07.00 wieder in der Garage abgeben, d.h. wir müssen mitten in der Nacht aufstehen (!!!). Wenn alles klappt, können wir morgen Nachmittag weiterreisen, wenn nicht, müssen wir noch einmal ins Hotel, denn mit einer ausgebauten Handbremse könnten wir nicht fahren. Wir lassen uns überraschen.

Die Föteli vom Chimney Rock gibt es hier.

16. September 2009

Scottsbluff

Wir hatten eine kurze und unruhige Nacht auf dem Parkplatz. Die ganze Nacht verkehrten Güterzüge in der Nähe. Beim nahegelegenen Bahnübergang müssen die Züge laut und lange hupen. Um 8 Uhr mussten wir den Genty wieder in die Werkstatt bringen. Wir wurden dann gleich mit der Nachricht empfangen, dass der Genty während eineinhalb Tagen nicht mehr benützt werden kann, um sicherzustellen, dass die Grundierung und die Farbe sicher trocknen können.



So haben wir kurzentschlossen ein paar Sachen eingepackt und im Holiday Inn Express eingecheckt. Nebst ein wenig "lädele" haben wir am Nachmittag das Scottsbluff National Monument besucht. Eine Strasse führt auf den Berg wo zwei Wanderwege zu verschiedenen Aussichtspunkten führen, was uns erlaubte wieder viele Föteli zu schiessen.

Am Abend haben wir noch das Hallenbad im Hotel besucht und waren zum Nachtessen beim Chinesen gegenüber, wo wir einen ausgezeichneten Dreigänger (natürlich viel zu viel food) verspeisen durften. Der "plum wine" dazu war stark und süss.

Wenn alles gut geht, können wir morgen Nachmittag den Genty wieder abholen.

Die Föteli von heute gibt es hier zu sehen.

15. September 2009

Zurück nach Scottsbluff

Nach fünf interessanten Tagen haben wir heute die Black Hills verlassen und sind nach Scottsbluff gefahren. Die Strecke führte durch weite Gras-Steppen. Auch hier sahen wir wirder zahlreiche Pronghorns in der Nähe der Strasse.

Am Nachmittag sind wir in Scottsbluff angekommen, wo wir uns sofort bei der Werkstatt meldeten, die seinerzeit die Malerarbeit am Genty ausgeführt hatte. In den letzten Wochen sind immer mehr Blatern aufgetreten und die Farbe hat sich stellenweise gelöst. Die Werkstatt hat angeboten, die Arbeit unter Garantie nochmals durchzuführen. Um Zeit zu gewinnen, haben sie dann gleich noch angefangen. Im Wesentlichen ging es darum, abzuklären, was die Ursache für den Schaden war.

Am Abend waren wir dann noch beim Werkstattchef und seiner Familie zu Steak und Salat eingeladen. Der Abend war abwechslungsreich und interessant. Der 16 jährige Sohn Austin hat uns seine Jagd-Trophäen (Wilde Truthähne) vorgeführt inkl. Gewehr

Die Nacht verbrachten wir dann im Genty auf einem Parkplatz gegenüber der Werkstatt.

Die Föteli vom Tag gibt es hier.

Pos: 41.85360N     103.65750W     Scottsbluff, NE    3'896 ft

14. September 2009

Sylvan Lake + Needles Hwy

Vom Mount Rushmore sind wir am Nachmittag dann noch zum Needles Hwy gefahren. Diese Strecke  mit dem Sylvan Lake als Rundfahrt wäre eigentlich von Custer City aus schon ein ganzer Tagesausflug. Aus Zeitgründen haben wir dann nur den Highway selber und den See besucht ohne die Rundfahrt via Crazy Horse Memorial.

Die Fahr führt wiederum über eine sehr enge und kurvenreiche (viele Haarnadelkurven) Strecke mitten durch die Berge. Den Namen hat diese Strecke bekommen von den vielen nadelähnlichen Bergen. Man fährt wirklich um diese Spitzen herum, teilweise sogar, als Tunnel, durch sie hindurch.

Needles Eye (Nadelöhr)

Ganz oben in den Bergen ist der Sylvan Lake. Trotz Zeitmangel liessen wir es uns nicht nehmen, diesen zu umwandern. Auch hier hatte es wieder von diesen "Nadeln" und wir mussten über einige davon steigen oder uns durch ganz enge Zwischenräume durchzwängen.

 
Sylvan Lake


Auf dem Heimweg haben wir dann noch einmal Bisons und Rehe gesehen und auf einer Ranch eine Gruppe Alpacas.

Ziemlich müde sind wir dann spätabends nach Hause gekommen. Die Föteli können hier besichtigt werden.

Iron Mountain Road + Mount Rushmore

Weil gestern so schlechtes Wetter war, mussten wir heute zwei Tagesausflüge in einem machen, da wir morgen Dienstag weiterfahren.

Zuerst sind wir über die bekannte Iron Mountain Road gefahren. Diese Strecke liegt auch im Custer State Park und ist sehr schön. Die Strasse ist allerdings, vor allem im letzten Teil, sehr kurvenreich, steil und eng. Bekannt sind auch die zahlreichen sehr engen Tunnels (Durchstiche durch grosse Felsen). Auf dieser interessanten Strecke haben wir auch wieder ein paar Tiere gesehen. Im letzten Teil sieht man durch einen Tunnel zum ersten Mal die Präsidentenköpfe von Mount Rushmore.



Fotografisch waren diese wegen den Lichtverhältnissen aber sehr schwierig festzuhalten. Auf zwei Aussichtspunkten hatte man aber gute Aussicht auf das Monument.

Ueber eine wiederum enge und steile Strasse sind wir dann auf die andere Talseite zum Mount Rushmore National Monument gefahren. Dort haben wir das Visitors Center besucht und viel über den Bau des Monuments erfahren (inkl. zwei Filme). 400 Arbeiter haben dieses Monument in den Jahren 1927 - 1941 erstellt. Weitere Informationen gibt es hier.

Natürlich haben wir auch wieder viele Föteli gemacht. Sie sind hier anzusehen.

13. September 2009

Broken Arrow Horse Camp and Campground

Letzte Nacht hat es stark geregnet. Heute Sonntag Morgen ist es immer noch nass und wegen Nebel ist die Sicht weniger als 50m - wir bleiben einstweilen "zu Hause" und lesen die Sonntagszeitungen (im Internet) und machen einige Skype Telefonanrufe in die Schweiz. (Wir haben gutes WiFi - ideal für Skype).

unser Freund
HARVEY

Am Nachmittag machen wir zuerst ein paar Föteli vom "Horse Camp" Teil unseres RV Parks und dann einen längeren Spaziergang. Der Nebel ist zurückgegangen und vereinzelt kommt sogar die Sonne hervor. Zu unserem Erstaunen sehen wir auch heute wieder Tiere. Zahlreiche Prairie Dogs sind nach dem Regen aus ihren Höhlen gekrochen und wärmen sich an der Sonne. Eine ganze Gruppe von wilden Truthähnen rennen kurz vor uns über den Weg, nur die Kühe lassen sich nicht aus der Ruhe bringen (sind ja auch keine Wildtiere). Bei den zwei Pferden waren wir nicht sicher, ob diese "wild" waren, sie waren jedenfalls sehr scheu.

Den Abend beschliessen wir mit einer Pfanne Spaghetti, die wir mit einem Malbec aus Argentinien hinunterspülen.

Die Föteli vom Tag gibt es hier.

PS. Gemäss USA-Karte auf dem Genty ist ersichtlich, dass der Genty bis heute 20 (von den lower 48) Staaten bereiste.


Pos:10.09.09    43.71512N     103.58020W     Custer, SD    5'607 ft  

12. September 2009

Four Mile Ghost Town Museum

Auf dem Rückweg vom Wind Cave Natl.Park sind wir noch beim Four Mile Ghost Town vorbeigefahren. Im dortigen "Souvenir-Shop" haben wir dann entdeckt, dass es hier für ein paar Dollar noch ein Museum zu sehen gibt. Nanu, dann haben wir dieses halt auch noch ins Programm aufgenommen.

Wir waren dann sehr überrascht. Zuerst haben wir nur eine Ansammlung von alten Hütten und uraltem Gerümpel gesehen. Dann hat es uns aber bald gedämmert. Was wir hier vorfanden, ist ein Museum eines Museums. !?!

 
Donnerbalken aus dem 19. Jahrhundert



Dieses Museum wurde von einer Familie vor achzig (!) Jahren mit Original-Gebäuden und Gegenständen aus dem 19. und anfangs 20. Jahrhundert aufgebaut. Es war damals sicher eine einzigartige Ausstellung. Leider verlotterte das Museum in den vielen Jahrzehnten seiner Lebensdauer ziemlich, doch erstaunt die immer noch grosse Anzahl von Original-Gegenständen aus dem 19. Jahrhundert. Ungepflegt zwar, aber immerhin Original.   ... muss man gesehen haben.

Wir haben übrigens für die Erläuterungen einen uralten portablen Kassetten-Recorder erhalten, auf dem eine Stimme alle Positionen des Museums erklärte. Es muss sich damals um die neuste Technik gehandelt haben.

Selbstverständlich haben wir auch wieder ein paar Föteli gemacht, die hier anzuschauen sind.

Wind Cave National Park

Nach dem Besuch bei den Prairie Dogs sind wir zum Wind Cave National Park gefahren. Dieser Nationalpark besteht im Wesentlichen aus einer grossen, weitverzweigten Grotte mit über 130 Meilen Gängen auf einer Fläche von weniger als einer Quadratmeile.

Zuerst besammelten wir uns vor der früher einzig bekannten Oeffnung (Bild 2). Wir wurden dann aber zu einer etwas grösseren Türe geführt. Dort sind wir in einer Gruppe von über 30 Leuten mit unserer Ranger-Führerin hunderte von Treppenstufen hinuntergestiegen um die Wunder dieser Grotte zu besichtigen. Leider bestanden diese "Wunder" aber dann vor allem aus Boxwork. Angeblich befinden sich 95% aller bekannten Boxwork Ablagerungen der Welt in dieser Grotte. Sonst war es weitgehend dunkel, eng und kühl, aber in der Gruppe trotzdem unterhaltsam. Am Ende durften wir dann mit einem Lift wieder aufsteigen.

Die etwas knappen Lichtverhältnisse haben uns erneut aufgezeigt, dass eine etwas professionellere Foto-Ausrüstung nicht so schlecht wäre, aber die haben wir eben nicht. Trotzdem haben wir ein paar Bildli gemacht und sie hier aufbewahrt.

Custer State Park - Prairie Dogs

Gestern im Blog haben wir erwähnt, dass wir keine Fotos von den Prairie Dogs schiessen konnten. Diese kleinen Kerle sind aber so niedlich (wie kleine Munggis - haben auch ein ähnliches soziales Verhalten), dass wir die Gegend wo es viele davon hat, heute noch einmal besuchten.



Trotz wesentlich kühlerem Wetter haben wir wieder viele Prairie Dogs gesehen. Die Tiere sind sehr scheu und man kann sie nur von weitem betrachten oder fotografieren. Trotzdem haben wir ein paar davon hier gespeichert.

11. September 2009

Custer State Park - Wildlife Loop Road

Die heutige Tour führte uns in den nahegelegenen Custer State Park. Es führen die Stateroads 87 und 16A ebenfalls durch den Park, doch es gibt noch eine gute, aber schmale Strasse genannt "Wildlife Loop Road" und zahlreiche "gravel roads". Auf einer Auswahl davon haben wir uns heute während gut fünf Stunden aufgehalten.

 
Im Gegensatz zu Yellowstone und Wyoming haben wir heute endlich einmal richtig Tiere gesehen. Allerdings darf man nicht erwarten, dass alle gleich vor oder neben dem Auto spazieren, deshalb sind einige Aufnahmen mit starkem Teleobjektiv aufgenommen. Da wir beide nur über "Taschen-Kameras" verfügen ist die Qualität natürlich entsprechend.
Wir haben Prairie Dogs (keine Fotos), Ground Squirrel (nur 1 Foto), sehr viele Pronghorns, Rehe und Esel gesehen. Von den 1500 Bison im Park haben wir nur drei Bullen gesehen, dafür aber viele ihrer Spuren (1 Foto - Buffalo-chip).
Die Landschaft war abwechslungsreich und das Wetter angenehm, gegen Abend etwas kühl. Nach unserer Rückkehr im Park sind Wolken aufgezogen (interessante Stimmung) und wir erwarten eine kalte Nacht mit Wind und Regen. Den Grill, der letzte Nacht vom Tisch geweht wurde, haben wir jedenfalls versorgt.
Die Föteli vom heutigen Tag sind hier zu sehen.

10. September 2009

Leaving Wyoming

Nach unserem Groceries-Shopping bei Walmart (wir müssen uns ja irgendwie für die Gratis-Uebernachtung bedanken) sind wir am Mittag in Richtung South Dakota aufgebrochen. In Moorcroft haben wir dann die Abzweigung nach Newcastle verpasst und mussten bis Sundance weiterfahren, wo wir eine andere Strasse nach Newcastle benützten. Dank dem Umweg sind wir aber doch noch in den Genuss des Wyoming wildlife gekommen, indem wir zahlreiche Pronghorns ganz nahe der Strasse gesehen haben. Leider konnten wir davon keine Bilder machen.

Nach Newcastle sind wir dann nach Custer  in South Dakota (eine Premiere für uns alle) gefahren. Kurz nach der Staatsgrenze beginnt der Black Hills National Forest. Die ersten Eindrücke (schöne Gegend, interessante Felsformationen und viel Wald, aber schlechte und enge Strassen) sind vielversprechend für die nächsten Tage, wo wir mit dem Jeep unterwegs sein werden.

4 Meilen südlich von Custer sind wir in einem RV-Park/Horse-Camp einquartiert. Der Platz ist geragelt voll, etwa die Hälfte der Plätze ist mit Rösselern besetzt. Im obersten Teil des Parks hat es viele Freiluft-Pferde-Boxen, von denen über die Hälfte mit Rösslein besetzt sind. Wir werden davon noch ein paar Föteli schiessen.

Auch heute hat es unterwegs wieder sehr viele Fliegen und Insekten in der Luft gehabt, so dass trotz zweifachem waschen die Scheiben immer schmutzig waren. Die Fotos während der Fahrt sind deshalb entsprechend ausgefallen. Ein Ueberblick davon gibt es hier.

Pos: 43.71512N     103.58020W     Custer, SD    5'607 ft   

9. September 2009

Bighorn Mountains

Heute haben wir den ersten von zwei "Verschiebungs-Tagen" hinter uns gebracht. Ohne besondere Vorkommnisse sind wir am Morgen von Cody nach Greybull gefahren. In Greybull haben wir ein Flieger-Museum (von aussen) gesehen. Von Greybull nach Ranchester ging es bei schönem Wetter auf 87 Meilen über den Granite Pass (9'033 ft) vorwiegend durch die Bighorn Mountains. Die Strecke war wunderschön. Wir haben sogar zweimal ein Pronghorn gesehen (zum fotografieren reichte es allerdings nicht). Alle übrigen Tiere, die wir gesehen haben, waren leider schon tot (verkarrt).



Eine besondere Herausforderung für den Fahrer war die Tatsache, dass der grösste Teil der Pass-Strasse im Umbau war und wir stellenweise auf sehr engen "Pisten" fahren mussten.

Ab Ranchester ging es dann wieder sehr einfach, nämlich auf der Autobahn via Sheridian und Buffalo nach Gillette, wo wir beim Walmart für eine Nacht campieren. Auf der Autobahn sind wir während einigen Minuten durch Riesenschwärme von Fliegen gefahren, so dass der Genty bei der Ankunft mit Fliegenleichen paniert war und noch gleichentags gewaschen werden musste.

Wir haben wieder ein paar Föteli gemacht. Diejenigen, die etwas verzittert sind, wurden aus dem fahrenden Genty druch die schmutzige Scheibe geschossen, da vielerorts halten unmöglich war.

Pos: 44.27214N     105.49520W     Gillette, WY    4'542 ft

8. September 2009

Shoshone National Forest

Heute sind wir noch einmal durch den Shoshone National Forest zurück zum Yellowstone National Park  (Osteingang) gefahren, weil uns diese Gegend letzte Woche bei der Durchfahrt so sehr gefallen hat, vor allem die interessanten Felsformationen kurz ausserhalb des Parks. Ausserhalb des Shoshone National Forest bieten zahlreiche Lodges Reitferien und ähnliches mit Pferden an. Teilweise bringen die Leute auch ihre eigenen Rössli mit (im Pferdeanhänger mit Wohnabteil = RV für Reiter und Pferd). Auch sonst gibt es hier viele kleinere Ranches mit Rössli.



Am Silvan-Lake im Park haben wir an einem sehr lauschigen Plätzli unseren Lunch vertilgt und sind dann wieder zurückgefahren. Das Eichhörnchen war heute das einzige Wildtier, das wir gesehen haben!! (wie gesagt, die anderen hängen an den Wänden)

Wir haben auch heute wieder ein paar Föteli gemacht, die hier zu sehen sind.

7. September 2009

Buffalo Bill Historical Center

Die, gemäss Visitors Center und anderen Quellen, grösste Attraktion von Cody ist das Buffalo Bill Historical Center. Heute (Labor Day) sind wir am Mittag hingefahren und haben uns das Center (fünf Museen in einem) angesehen.



Es gibt ein Indianer-Museum, das Buffalo Bill Museum, eine Western Art Gallery, ein Museum of Natural History und eine grosse Handfeuerwaffen-Ausstellung. Auf dem Papier eine sensationelle Einrichtung, für die man gut die zwei Tage in Anspruch nehmen kann, die im Eintrittspreis inbegriffen sind.

Das Buffalo Bill Museum ist eine, in grosszügigen Räumen angesiedelte Lobhudelei auf den Stadtgründer Frederic F. Cody, der in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts als Buffalo Bill in USA und Europa als Wanderzirkus über den "wilden Westen" herumgezogen ist.

Die Waffenausstellung hat tausende von Gewehren von der Entstehung des Gewehrs bis heute. Ideal für Waffennarren.

Wenn man die Informationen auf der Website oder in Prospekten liest, meint man, es handle sich hier um eine der bedeutendsten historischen Ausstellungen in USA. Mit dieser Erwartungshaltung sind wir dann auch hingegangen und waren eher etwas entäuscht, die einen mehr, die anderen weniger.

Wir haben trotzdem viele Föteli gemacht, die wir gerne hier zeigen.

Wohnmobile früher und heute

In Cody haben wir heute einen schönen alten RV gesehen. Wir wollten den Vergleich zu unserem Genty unseren Lesern nicht vorenthalten.




Zudem hatten wir heute unerwarteten Besuch.

Die Föteli können hier angesehen werden.

6. September 2009

Cody II

Heute Sonntag haben wir nach dem Frühstück und dem Lesen der Sonntagszeitungen (online) das lokale Visitors Center besucht. Dort haben wir keine wesentlichen Informationen bekommen, so haben wir halt ein paar Sachen auf eigene Faust angesehen.

Zuerst besuchten wir einen Laden mit viel Indianerschmuck, Fellen und als Trophäen aufgemachte Tierköpfe. In diesem Laden war auch eine interessante Ausstellung von alten Gegenständen aus der Indianer-, Trapper und Settler-Zeit.

In diesem, wie auch noch vermehrt in einem Waffengeschäft haben wir mit Erstaunen festgestellt, warum wir nur noch so wenig Tiere in freier Wildbahn gesehen haben. Dutzende von Trophäen (ausgestopfte Köpfe mit Geweih) und Fellen von Bären, Elchen, Hirschen, Rehen, Gazellen, Bisons, Biber und weiss der Gott noch was alles sind in rauhen Mengen an den Wänden gehangen und wurden zum Verkauf angeboten. Dazu noch jene Mengen von Gewehren und Munition.



Wenn alle diese Tiere in dieser Region geschossen wurden, ist es kein Wunder, wenn keine Tiere mehr gesichtet werden können. Wir haben uns ein wenig darüber aufgeregt. Hier wird offensichtlich alles abgeknallt, was sich bewegt.

Vor lauter Aeger haben wir vergessen, einige dieser Trophäen zu fotografieren. Die Bildli sind trotzdem hier zu sehen.

5. September 2009

Beartooth All American Road



Heute haben wir's endlich geschafft. Nach einer "Schnellfahrt" über den Chief Joseph Scenic Highway haben wir am Mittag die Beartooth All American Road erreicht (an dem Ort wo wir vorgestern wegen schlechtem Wetter umgekehrt sind).


 Schon die ersten Föteli zeigen die Differenz im Wetter. In der Ferne hatte es zwar am Anfang schon wieder Wolken und bis wir auf der Passhöhe (10'947 ft) ankamen, haben uns die Regenwolken auch eingeholt. Zum guten Glück haben wir aber auf der ganzen Fahrt nur ein paar wenigen Tropfen gespürt. Auf der Passhöhe war es allerdings empfinglich kalt und sehr windig.

Wir haben eine eindrückliche Fahrt in alpinem Gelände erlebt (ca. 20 Meilen waren auf über 9'000 ft). Die Baumgrenze ist hier wesentlich höher als in der Schweiz und Gletscher hat es hier auch keine, nur ein paar Firnfelder, dafür viele Seelein. Erneut haben wir die Tiere vermisst.

Relativ am Anfang der Fahrt hat es einen kleinen Laden mit Tankstelle und RV-Park, den sie "Top of the world" nennen. Wir mussten schmunzeln.



Auf dem ersten Teil der Strecke (in WY) wird zur Zeit die Strasse erneuert und ist fast ganz im hochalpinen Gelände. Kurz nach der Staatsgrenze zu Montana (MT) geht es dann steil um über 3'000 ft in Haarnadelkurven runter. Die Strecke war noch bis Red Lodge landschaftlich sehr schön und interessant, dann ging es via Belfry zurück nach Cody. Alles in allem eine schöne, aber anstrengende Fahrt über 180 Meilen. Wir waren froh, am Abend wieder zu Hause (im Genty) zu sein. Der Fahrer hat sich dann gleich mal ein wenig die Beine hochgelagert.

Wegen der wechselnden und teilweise schwierigen Lichtverhältnisse sind die Föteli heute nicht ganz so toll geworden, trotzdem sind einige hier zu sehen.

4. September 2009

Hausarbeit und Reparaturen in Cody

Heute haben wir einen Tag "zu Hause" verbracht. Reinigungsarbeiten, kleinere Reparaturen, Post abholen, lesen und bearbeiten, etc. waren auf dem Programm. Am späteren Nachmittag haben wir ein schönes T-Bone Steak auf den Grill gelegt, dazu haben wir einen feinen Salat und frische Maiskolben genossen. Das ganze haben wir mit einem Cabernet/Shiraz aus Australien (Yellow Tail - unsere Hausmarke hier) hinuntergespült.

Beim Abendspaziergang  um den RV Park hat uns der Vollmond begleitet.

Die einzigen zwei Föteli von heute gibt es hier.

3. September 2009

Chief Joseph Scenic Highway

Heute war eine längere Tour auf dem Programm. Wir wollten den Chief Joseph Scenic Highway (CJSH) und den Beartooth Byway kombinieren zu einer 180 Meilen langen Rundfahrt. Aber das hat dann nicht so geklappt. Erstens sind wir später abgefahren, dann haben wir uns entschlossen, noch einen Abstecher nach Cook City zu machen und als wir dann endlich den Beartooth Byway in Angriff nehmen konnten, war es erstens schon mitte Nachmittag und zweitens (wichtiger) hat es gerade angefangen zu regnen und stürmen und die Aussicht sank fast auf Null. So haben wir uns dann halt entschlossen, den CJSH (der noch in der Sonne lag) von Nord nach Süd noch kennenzulernen.

Der CJSH ist eine kurven- und szenenreiche 46 Meilen lange Strecke durch den Shoshone National Forest. Er führt über den Dead Indian Pass  im Absaroka Gebirge. Ueber diesen Pass hat 1877 Chief Joseph die Perce Indianer auf der Flucht von den US Soldaten geführt.

Auf der Passhöhe haben uns auch ein paar herzige kleine Squirrel begrüsst.



Auf unserem Abstecher nach Cooke City (ehemalige Mine; Montana Enklave in Wyoming) haben wir den  alten Miner Saloon besucht. Der Saloon ist mit vielen antiken Gegenständen aus jener Zeit ausgestattet.

Auf der (unerwarteten) Rückreise wieder über den CJSH haben wir noch einen weiteren Abstecher in den Sunlight Creek gemacht. Eine gut ausgebaute Piste führt fast bis an die Berge vom Yellowstone Park. Wir sind dann aber umgehkehrt und nicht bis zum Camp Monaco gefahren (wo Buffalo Bill im September 1913 die letzte grosse Jagd-Party mit Prinz Albert I von Monaco "gefeiert" hatte).

Eine Auswahl von den vielen Bildli vom heutigen Tag gibt es hier. Die verschiedenen Föteli vom "Matterhorn" zeigen das wechselhafte Wetter von heute.

P.S. Das Wetter in Wyoming wird übrigens so beschrieben: "If you don't like the weather in Wyoming, wait 5 minutes"

2. September 2009

Shoshone Natl. Forest / Buffalo Bill Dam

Gestern haben wir auf einem kleinen Ausflug nach Cody die lokalen RV Parks rekognosziert und einen netten Park für uns gefunden, wo wir ein paar Tage bleiben können. Zu diesem Park sind wir heute Morgen gefahren und haben uns fest eingerichtet. Hier haben wir wieder Telefon und WiFi.

Cody scheint eine interessante Stadt zu sein, weiteres darüber in den nächsten Tagen, wenn wir mehr darüber wissen.

Am Nachmittag haben wir noch einen Ausflug zum Buffalo Bill Dam gemacht und das dortige Visitors Center besucht, wo wir viel Wissenswertes erfahren haben.

Die Föteli vom Tal und dem Damm gibt es hier.


Pos: 44.51412N     109.04860W

1. September 2009

Yellowstone East

Heute war unser letzter Tag im Yellowstone Natl. Park. Entlang dem Yellowstone Lake und den zahlreichen Bergseen um den Sylvan Pass sind wir zur East Entrance gefahren. Dies war einer der schönsten Strecken im Park, leider waren die Tiere auch hier wieder selten anzutreffen. Dafür haben wir an einer Stelle die Strasse mit einer ganzen Herde Bison teilen müssen. Die Tiere liessen sich nicht aus der Ruhe bringen, nur einzelne Autofahrer wurden etwas nervös.

Ausserhalb des Parks sind wir dann noch ca. 50 Meilen durch den Shoshone National Forest gefahren und haben auf einem RV Park  25 Meilen vor Cody Rast gemacht. Hier bleiben wir aber  nur eine Nacht.

Die Föteli von den Bison und den Seen sind hier.

Pos: 44.47416N     109.41140W